Aufsteigende Feuchtigkeit
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Aufsteigende Feuchtigkeit

Feuchte Wände, Salzausblühungen, abblätternde Farbe oder bröckeliger Putz: In vielen Fällen steckt aufsteigende Feuchtigkeit im Mauerwerk dahinter. Der nachträgliche Einbau einer Horizontalsperre stoppt diesen Prozess dauerhaft.

SaugwinkelverfahrenDas Saugwinkelverfahren mit Crisin 76 Konzentrat

Die einfachste und zuverlässigste Methode zur nachträglichen Horizontalsperre ist das Saugwinkelverfahren mit Crisin 76 Konzentrat. Dabei handelt es sich um eine sehr dünnflüssige Harzlösung, die bis in die kleinsten Kapillaren des Baustoffs eindringt, die Porenwände hydrophobiert und die Kapillaren zusätzlich verengt.

Je nach Wanddicke werden in regelmässigen Abständen horizontale Bohrlöcher gesetzt. Die Injektionsflüssigkeit wird dann drucklos über einen Saugwinkel und ein sogenanntes Kapillarstäbchen in die Wand eingebracht. Das Verfahren nutzt dabei gezielt die Kapillarkräfte, die ursprünglich für das Aufsteigen des Wassers verantwortlich sind. Das Kapillarstäbchen sorgt dafür, dass die Flüssigkeit nur dort abgegeben wird, wo es den Baustoff berührt, und nicht in Hohlräume oder Risse abfließt.

Montagevorgang Saugwinkel und Kapillarstäbchen Montagevorgang Saugwinkel und Kapillarstäbchen

Drucklos statt HochdruckWarum das drucklose Verfahren zuverlässiger ist

Eine dauerhaft wirksame Horizontalsperre setzt voraus, dass der Baustoff möglichst vollständig gesättigt wird. Genau hier liegt der Vorteil des drucklosen Saugwinkelverfahrens: KÖSTER Crisin 76 Konzentrat kann über etwa drei bis sieben Tage in Ruhe in alle Steinporen eindringen und erreicht so eine nahezu vollständige Kapillarsättigung.

Systeme, die unter Druck und in kurzer Zeit eingespritzt werden, erreichen diese 100-prozentige Sättigung in der Regel nicht: Das Material folgt dem Weg des geringsten Widerstands, fließt in Hohlräume und Risse ab und lässt Bereiche der Wand unbehandelt. Das drucklose Verfahren nutzt dagegen dieselben Kapillarkräfte, die die Feuchtigkeit nach oben ziehen, und verteilt die Dichtungsflüssigkeit gleichmäßig bis in die feinsten Kapillaren. Das KÖSTER Crisin verdrängt das Wasser aus der Wand und bleibt dabei dauerhaft flexibel.

drucklose Kapillarsättigung mit KÖSTER Crisin 76 Konzentrat drucklose Kapillarsättigung mit Crisin 76

Vorteile von Crisin 76 Konzentrat

  • Wirksam auch bei sehr hohem Durchfeuchtungsgrad (bis 95 %)
  • Einsetzbar unabhängig vom Versalzungsgrad und der Art der Salze (Sulfat, Nitrat, Chlorid)
  • Lösungsmittelfrei
  • Keine mechanische Vortrocknung notwendig
  • Kein alkalischer Baustoff zur Reaktion erforderlich
  • Beständig gegen Säuren, Laugen und Salze
  • Schnelle Reaktion, sofortige Wirkung nach dem Einbau
  • Sofort überarbeitbar: direkt im Anschluss kann mit dem Sanierputz begonnen werden
  • Greift Bewehrungsstahl nicht an
  • Bleibt elastisch
  • Dichte von 0,91 g/cm³ sorgt für tiefes Eindringen in kleinste Kapillaren und Poren
  • Geeignet für Hochlochziegel, gerissenes Mauerwerk oder Mauerwerk mit Hohlstellen, ohne Vorverfüllung
  • Einmaliger Einbau, keine Nachinjektionen erforderlich
  • Patentiertes System, seit über 30 Jahren in der Praxis bewährt
  • Materialgarantie 10 Jahre

SanierputzSanierputz nach der Horizontalsperre

Wo aufsteigende Feuchtigkeit Schäden hinterlassen hat, muss der betroffene Putz entfernt werden. Anschliessend kommt ein Sanierputz zum Einsatz. Sanierputze ermöglichen die schadensfreie Austrocknung des Mauerwerks, da sie diffusionsoffen sind und eine ausgeprägte Hydrophobie besitzen.

Salze, die beim Trocknungsprozess nach aussen wandern, können im Putz auskristallisieren, ohne ihn oder nachfolgende Anstriche zu beschädigen. Sanierputze sind in verschiedenen Varianten erhältlich: grau, weiss, schnell und leicht. Für einen Anstrich ist grundsätzlich nur dampfdiffusionsoffenes Material geeignet.

Sanierputz-Auftrag Sanierputz-Auftrag

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Mehr Informationen

VIDEO - Horizontalsperren mit KÖSTER Crisin 76

Aufsteigende Feuchtigkeit im Mauerwerk wird durch die kapillare Sättigung mit KÖSTER Crisin 76 Konzentrat dauerhaft gestoppt. Das Material verdrängt Wasser aus der Wand und bleibt dabei elastisch.

SchadensbildWarum ist aufsteigende Feuchtigkeit ein Problem?

Aufsteigende Feuchtigkeit gehört zu den häufigsten Schadensbildern im Mauerwerk. Die sichtbaren Folgen sind abplatzender Putz, beschädigte Fugen und Ziegel, Salzausblühungen und Algenbewuchs. Dauert der Prozess länger an, kann er das Mauerwerk strukturell schädigen: Frost und Salze erzeugen beim Kristallisieren einen hohen Druck in den Poren und zerstören deren Wandungen. Die finanziellen Folgeschäden sind erheblich.

Schadenbild aufsteigende Feuchtigkeit Schadenbild, Putzabplatzungen / Salzausblühungen an Fassade

KapillarkräfteWie entsteht aufsteigende Feuchtigkeit?

Wasser steigt im Mauerwerk durch Kapillarkräfte auf. Dabei wirken zwei Kräfte zusammen: die Oberflächenspannung der Flüssigkeit (Kohäsion) und die Grenzflächenspannung zwischen Flüssigkeit und Baustoff (Adhäsion). In feinen Röhrchen, den Kapillaren, überwiegen diese Kräfte die Schwerkraft, so dass das Wasser nach oben gezogen wird.

Beton, Ziegel und Mörtel enthalten Kapillaren mit einem Durchmesser von 0,0001 mm bis 0,1 mm. Zwischen 20 % und 50 % ihrer Poren fallen in diesen Bereich. Poren unter 0,0001 mm gelten als Mikroporen und sind zu klein für den kapillaren Wassertransport, Poren über 0,1 mm sind dafür zu groß. Je kleiner der Durchmesser, desto höher der Kapillardruck und desto höher das Aufsteigen: Eine Kapillare von 1 Mikrometer Durchmesser kann theoretisch einen Saugdruck von 1,5 bar erzeugen, was einer Steighöhe von rund 15 Metern entspricht.

Grafik Kapillartransport im Mauerwerk Grafik Kapillartransport

SalzeWelche Rolle spielen Salze?

Das Wasser, das durch das Mauerwerk transportiert wird, enthält häufig Salze, zum Beispiel aus dem Grundwasser, aus dem Baustoff selbst oder aus externen Quellen wie Tausalz, Dünger oder Abwasser.

Verdunstet salzbelastetes Wasser in der Oberflächenzone einer Wand, bleiben die Salze zurück. Die Salzkonzentration steigt an, das Salz kristallisiert in den Poren oder auf der Oberfläche. Der dabei entstehende Kristallisationsdruck zerstört mit der Zeit die Porenwandungen. Die Oberfläche wird brüchig und zerfällt.

Salzausblühungen an Wand Salzausblühungen

WasserquellenWoher kommt das Wasser?

Es gibt verschiedene Eintragsquellen: Regenwasser, Grundwasser, Kondensat, undichte Regenrinnen oder Fallrohre. Wenn Wasser kontinuierlich durch die Kapillaren des Mauerwerks entgegen der Schwerkraft transportiert wird, spricht man von aufsteigender Feuchtigkeit.

Grafik Feuchtigkeitsquellen am Gebäude Grafik Feuchtigkeitsquellen am Gebäude

Ist es wirklich aufsteigende Feuchtigkeit?

Nicht jeder Wandschaden hat dieselbe Ursache. Spritzwasser oberhalb einer intakten Horizontalsperre, hygroskopische Wasseraufnahme oder undichte Rohrleitungen können ähnliche Schadensbilder erzeugen. Eine beschädigte Wand sollte immer durch einen Fachmann untersucht werden, bevor Sanierungsmassnahmen eingeleitet werden. Eine Salz- und Feuchtigkeitsanalyse vor Ort ist daher in den meisten Fällen sinnvoll.

WirkprinzipWie wird aufsteigende Feuchtigkeit gestoppt?

Grundsätzlich gibt es zwei Ansätze: Die kapillar aktiven Poren werden verstopft oder verengt, oder die Porenwandung wird hydrophobiert, also wasserabweisend gemacht. Beides bricht die Kapillarität.

Crisin 76 Konzentrat kombiniert beide Wirkungsweisen: Es kleidet die Kapillaren mit einem wasserabweisenden Film aus und verengt sie gleichzeitig so stark, dass keine Kapillarität mehr möglich ist. Das Produkt funktioniert unabhängig von Porenstruktur, Salzgehalt oder Feuchtigkeitsgehalt. Die Horizontalsperre ist sofort nach dem Einbau wirksam, der Trocknungsprozess beginnt ohne Verzögerung.

Technische Daten

Verfahren
Nachträgliche Horizontalsperre
Produkt
Crisin 76 Konzentrat
Dichte
0,91 g/cm³
Wirksam bis
95 % Durchfeuchtung
Materialgarantie
10 Jahre

Produkte im Überblick

Saugwinkel

Saugwinkel

Bauteil für die drucklose Einbringung der Injektionsflüssigkeit in das Bohrloch.

Crisin 76 Konzentrat

Crisin 76 Konzentrat

Dünnflüssige Harzlösung zur dauerhaften Hydrophobierung und Verengung der Kapillaren.

Kapillarstäbchen

Kapillarstäbchen

Sorgt für präzise Abgabe der Injektionsflüssigkeit direkt im Baustoffkontakt.

Praxisbeispiele

Beispiel 1

In dieser Wohnung lösten feuchte Wände den Putz durch Salzbildung ab. Nach dem Entfernen des Altputzes wurde das Crisin-Saugwinkelsystem drucklos eingebaut. Anschliessend folgte ein Sanierputz als diffusionsoffener Restaurierungsmörtel. Ergebnis: dauerhaft trockene Wände.

Beispiel 2

Hier wurde die Horizontalsperre von aussen eingebaut, da die spezifische Wandveredelung innen keinen Eingriff erlaubte. Die Sperre liegt direkt auf Bodenhöhe. Im Anschluss wurde der erdberührende Bereich aussen mit einer 2K-Bitumenpaste abgedichtet.

Beispiel 3

In einem Kellerzimmer trat Feuchtigkeit in der Innenwand oberhalb eines bestehenden Betonaufsatzes aus. Das Crisin-System wurde direkt über dieser Betonwand eingebaut, um das weitere Aufsteigen zu stoppen. Danach wurde der Keller mit Sanierputz ausgestattet.

Beratung, Datenblätter und Ausschreibungstexte

Sie haben ein konkretes Projekt? Wir untersuchen die Schadensursache vor Ort, führen bei Bedarf eine Salz- und Feuchtigkeitsanalyse durch und beraten Sie zur passenden Horizontalsperre. Technische Datenblätter zu KÖSTER Crisin 76 Konzentrat sowie fertige Ausschreibungstexte stellen wir Ihnen auf Anfrage zur Verfügung.

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